Archiv für August 2010

Anarchistisches Netzwerk Südwest* gegründet

Am 28. Au­gust haben wir im Rahmen einer Soli-Cock­tailbar in Mann­heim die Grün­dung des An­ar­chis­ti­schen Netz­werks Süd­west* ge­feiert. Zeit­gleich ist un­sere Web­site ver­öf­fent­licht worden. Wir do­ku­men­tieren an dieser Stelle un­sere Grün­­dungs­­er­­klä­rung. (mehr…)

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Antifa-Zugtreffpunkte für Ludwigshafen & Karlsruhe

Für den 14. August 2010* rufen Nazis unter dem Motto „Normal ist anders! Für die traditionelle deutsche Familie! Gegen Gendermainsteam!“ (sic!) zu einer Demonstration in Ludwigshafen auf. Anlass der am gleichen Tag stattfindende Christopher Street Day in Mannheim. Eine Woche später, am 21. August 2010, wollen Nazis in Karlsruhe einen Heß-Gedenkmarsch durchführen. Aus Richtung Freiburg gibt es gemeinsame Antifa-Zugfahrten zu den Protesten.

*Der Naziaufmarsch ist derzeit verboten. Es muss aber davon ausgegangen werden, dass das Verbot kurzfristig gekippt wird. Für aktuelle Infos checkt: AK Antifa Mannheim

14.08.2010

Freiburg HBF | 08:00 Uhr | Gleis 2 | Abfahrt: 08:25 Uhr
Offenburg | 09:00 Uhr | Gleis 6 | Abfahrt: 09:35 Uhr
Bühl | 09:30 Uhr | Gleis 1 | Abfahrt: 09:54 Uhr
Karlsruhe HBF| 10:00 Uhr | Gleis 10 | Abfahrt: 10:28 Uhr
Heidelberg HBF | 11:00 Uhr | Gleis 4 | Abfahrt: 11:13 Uhr
Mannheim HBF | 11:15 Uhr | Gleis 1 | Abfahrt: 11:31 Uhr

21.08.2010

Freiburg HBF | 07:45 Uhr | Gleis 2 | Abfahrt: 08:03 Uhr
Offenburg | 08:45 Uhr | Gleis 6 | Abfahrt: 09:02 Uhr
Bühl | 09:00 | Gleis 1 | Abfahrt: 09:21 Uhr

Raus aus dem Sommerloch, rein in den RegionalExpress!

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Die ultimativen „Wir haben in der Nacht auf den…“ – Tage

Bevor der Sommer ganz vorüber ist, wollen wir die letzten warmen Nächte am Rande des Schwarzwald mit direkten Interventionen und antikapitalistischen Aktionen begehen.

Wir sind autonome und anarchistische Gruppen und Einzelpersonen aus denen sich die Freiraumkampagne Plätze. Häuser. Alles (PHA) zusammensetzt. Die PHA-Kampagne hat den Anspruch mit dem herrschaftsüberfrachteten Normalzustand zu brechen und selbstbestimmte Räume zu erkämpfen und zu verteidigen. In den letzten Monaten gab es in diesem Zusammenhang diverse Aktivitäten wie Hausbesetzungen, unangemeldete Partybesetzungen, spontane Demos und Straßenfeste. Auch wurde die überregionale Vernetzung vorangetrieben und ein uns alle innewohnender Reisechaotismus praktiziert. Im Rahmen der linksradikalen PHA-Kampagne wollen wir nicht nur reagieren sondern in die Offensive gehen, da uns ein grundsätzlichen Antagonismus gegenüber der von Ausbeutung und Ausgrenzung geprägten Gesellschaft eint. Wir kriegen nur wofür wir Kämpfen!

Mit unserem Widerstand wollen wir Akzente setzen, die die Forderung nach einer ganz anderen, befreiten Gesellschaft verdeutlichen. Durch punktuelle Zusammenkünfte wie Kongresse oder Aktionstage können wir die überall stattfindenden Alltagskämpfe für einen kurzen Moment bündeln und unsere politische Arbeit gezielt und spektakulär vorantreiben.

Im Mai haben wir einen (Freiräume-) Kongress in der KTS und auf dem SUSI-Gelände veranstaltet, um uns mit anderen Hausbesetzer_innen zu vernetzen und Diskurse zum Thema Freiräume weiterzuentwickeln und kritisch zu diskutieren. Über die inhaltliche Auseinandersetzung hinaus halten wir es jedoch auch für nötig aus unserer Wut eine Praxis zu entwickeln. Wir haben kein Bock auf Überwachungsgesellschaft, Krisenpakete und den allgegenwärtigen Rassismus, Sexismus , sämtliche Diskriminierungsformen und die bewusste Zerstörung unserer eigenen Lebensgrundlagen. Wir laden zu den Aktionstagen alle ein die diese Wut und Kritik teilen!

Wichtig ist, das unsere punktuelle Zusammenkunft sich von einer widerständigen Alltagspraxis nährt und die Impulse unserer Politik in diesen mit einfließen. Durch direkte Interventionen kann im Rahmen von Aktionstagen eine größere Öffentlichkeit erreicht werden; von unserer Praxis versprechen wir uns eine Verbreitung linksradikaler Argumente und Diskussionen, die über den Szenesumpf hinaus gehen.

Eigenverantwortlichkeit ist ein Grundprinzip für die Aktionstage: Hier soll keine (Stell-)Vertretung stattfinden, sondern jeder und jede sind für ihr tun verantwortlich. Es soll eine Selbstermächtigung der Beteiligten erfolgen, die auf der Basis einer solidarischen Vernetzung Raum für die Veränderungen schafft die wir uns wünschen. Wir setzen auf Dezentralität da sie es erschwert den Widerstand unter Kontrolle zu bringen. Unsere Aktionen sollen außer Kontrolle geraten und unsere Organisierungsform wird unkontrollierbar bleiben!

Der Widerstand in unserer Kampagne hat viele Gesichter, die sich im Grundsatz der Solidarität vereinen. Wir wollen ein herrschaftskritisches Miteinander erreichen und dem ewigen Konkurrenzdenken das Teilen von Fähigkeiten und Wissen entgegenstellen. So auch auf den Aktionstagen im Oktober.

Wir kämpfen um Häuser und Plätze, das ist jedoch nicht alles. Unser Ziel ist eine nachhaltige Destabilisierung des Kapitalismus die nur auf verschiedenen Ebenen erfolgen kann, zu groß ist das Problem um ihm mit Dogmatik und Ideologie zu begegnen. Im Aufstand sollte jede_r selbst bestimmen, wie weit Mensch gehen will – am hellichten Tage oder in der Nacht auf den…

Plätze. Häuser. Alles.

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