Aktionstage in Freiburg: Der Samstag

Am 16. Oktober gingen in Freiburg die Freiraum-Aktionstage mit einem Kundgebungsmarathon weiter. Erste AktivistInnen versammelten sich gegen 14:00 im alternativen Quartier „Grün“. Im teilweise strömenden Regen und unter intensiver Überwachung verlief der fünfstündige Kundgebungsmarathon friedlich.

In der Nacht auf den 16.Oktober gab es unter anderem eine Scheinbesetzung in der Goethestraße 43, die bereits im Sommer besetzt und wenige Stunden später wieder geräumt worden war. Wütende Autonome warfen in der Nacht Farbeier auf die Polizeiakademie in der Lörracherstraße, Polizeifahrzeuge und auf die Deutsche Bank am Polizeirevier Nord.

Die Bullen beklagten gegenüber der Presse, dass sie im Laufe der Reclaim-the-Streets auf der Kaiser-Joseph-Straße gestern Nacht mit Pyrotechnik und Flaschen beworfen worden seien. 150 Leute hatten in den späten Abendstunden nach der beendeten „Z“-Besetzung gegen die Arroganz der Stadtverwaltung demonstriert.

Richtig los ging es am Samstag gegen 15:00, als die anarcho-syndikalistische Freie ArbeiterInnen Union (FAU) mit Redebeiträgen zu „Wohnen im Kapitalismus“ und „Leiharbeit“ am Bertoldsbrunnen startete. Danach machte die AJZ-Initiative Epsilon mit einem Aktions-Theater auf ihr Anliegen, das ehemalige „Z“ unter dem Siegesdenkmal wiederzubeleben, aufmerksam.

Gegen 16:00 gab es am Rathausplatz Redebeiträge der Wagenburgen „Schattenparker“ und „Kommando Rhino“ deren Mieteverträge beziehungweise Duldung im Sommer 2011 auslaufen.

Um etwa 17:00 startete eine spontane Demo mit Sambaband vom Bertoldsbrunnen aus in Richtung Polizeirevier Nord.

Im stärker einsetzenden Regen versammelten sich dort gegen 18:00 etwa 80 Linke, um Redebeiträgen gegen Polizeigewalt, Repression gegen TierrechtsaktivistInnen und Bildungstreikende zu lauschen. Dabei wurde aus aktuellem Anlass besonders die Gewalt gegen Stuttgart21-GegnerInnen thematisiert. Aber auch die international ausufernde Repression auf Demonstrationen und Kundgebungen, sowie die Abschiebepraxis der EU standen im Mittelpunkt.

Die Sambaband füllte lautsark die Pausen zwischen den Beiträgen. Nach einer knappen Stunde in Nähe der vor dem Revier massiv präsenten Polizei, gab es noch eine spontane Demonstration über den Bertoldsbrunnen und die Gartenstraße zum Autonomen Zentrum KTS, wo warmes Essen und trockenen Klamotten auf die Leute warteten.

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