Linksradikales Bündnis Kontrollverlust http://kontrollverlust.blogsport.de Sat, 13 Apr 2013 21:23:31 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Auf­ruf zur li­ber­tä­ren 1. Mai-​De­mons­tra­ti­on in Frei­burg http://kontrollverlust.blogsport.de/2013/04/13/aufruf-zur-libertaeren-1-mai-demonstration-in-freiburg/ http://kontrollverlust.blogsport.de/2013/04/13/aufruf-zur-libertaeren-1-mai-demonstration-in-freiburg/#comments Sat, 13 Apr 2013 21:22:20 +0000 Administrator Allgemein http://kontrollverlust.blogsport.de/2013/04/13/aufruf-zur-libertaeren-1-mai-demonstration-in-freiburg/ Am 1. Mai 1886 streik­ten meh­re­re hun­dert­tau­send Ar­bei­ter_in­nen in den USA. Al­lein in Chi­cago gin­gen rund 80.​000 Men­schen für die For­de­rung nach dem Acht­stun­den­tag auf die Stra­ße. Es kam zu Aus­ein­an­der­set­zungen zwi­schen Strei­kenden und Streik­bre­cher_innen. Bei dem an­schlie­ßenden Po­li­zei­ein­satz wur­den meh­rere Ar­beiter_innen ge­tötet und un­zäh­lige ver­letzt. Seit­dem ist der 1. Mai welt­weit zum Kampf­tag gegen Aus­beu­tung, Un­ter­drü­ckung und Ent­rech­tung ge­wor­den.

Wir, au­to­no­me und links­ra­di­ka­le Grup­pen sowie Ein­zel­per­so­nen, rufen erst­mals wie­der zu einer li­ber­tä­ren De­mons­tra­ti­on für eine herr­schafts­freie Ge­sell­schaft am 1. Mai in Frei­burg auf.

Von der ka­pi­ta­lis­ti­schen Krise…

Die Wirt­schafts­kri­se geht nun­mehr in ihr fünf­tes Jahr. Es ist un­be­strit­ten eine der schwers­te Welt­wirt­schafts­kri­se seit 1929 und ein mög­li­ches Ende scheint nicht in Sicht. Von der Fi­nanz­kri­se, über die Welt­wirt­schafts­kri­se nun zur Staats­schul­den­kri­se.

Zwar konn­ten durch den Ein­satz rie­si­ger Geld­men­gen die be­trof­fe­nen Ban­ken und Un­ter­neh­men vor ihrem un­mit­tel­ba­ren wirt­schaft­li­chen Zu­sam­men­bruch ge­ret­tet und damit auch der Zu­sam­men­bruch des ka­pi­ta­lis­ti­schen Welt­sys­tems ver­hin­dert wer­den, ei­gent­lich wurde sich damit aber nur Zeit er­kauft.

Immer mehr Na­tio­nal­öko­no­mi­en ge­rie­ten in der Folge von Kon­junk­tur­pro­gram­men, Ban­ken-​ und Fir­men­ret­tun­gen sowie der an­hal­ten­den Welt­wirt­schafts­kri­se in fi­nan­zi­el­le Schwie­rig­kei­ten. Dies be­trifft haupt­säch­lich Län­der der Pe­ri­phe­rie, in Eu­ro­pa z.B. Grie­chen­land, Por­tu­gal, Ir­land, Spa­ni­en, Zy­pern oder Ita­li­en, aber auch “füh­ren­de Wirt­schafts­mäch­te”, wie die USA oder Japan. Diese sind völ­lig über­schul­det und ste­hen vor einem dro­hen­den Staats­bank­rott.

Die Troi­ka aus Eu­ro­päi­scher Kom­mis­si­on, IWF und EZB ver­ord­net die­sen Län­dern nun einen schein­bar al­ter­na­tiv­lo­sen Spar­kurs. Die Folge sind mas­sivs­te Ein­schnit­te in Ge­sund­heits-​ und So­zi­al­sys­te­me, die die Men­schen in die­sen Län­dern häu­fig an den Rand ihrer Exis­tenz drän­gen. Auf der einen Seite gibt es dort lin­ken Wi­der­stand in Form von Streiks und Mas­sen­pro­tes­ten gegen das EU-​Kri­sen­re­gime, an­de­rer­seits ge­win­nen auch die Neo­fa­schis­t_in­nen und an­de­re au­to­ri­tä­re Kräf­te an Boden. Na­tio­na­lis­mus, Ras­sis­mus, An­ti­zi­ga­nis­mus und An­ti­se­mi­tis­mus ge­win­nen als ein­fa­che Er­klä­run­gen an At­trak­ti­vi­tät und wer­den für die Be­trof­fe­nen zur töd­li­chen Ge­fahr.

Durch die sich ver­schär­fen­de Krise und die sich vor­al­lem im glo­ba­len Süden zu­spit­zen­den Kon­flik­te flüch­ten immer mehr Men­schen in den ver­meint­lich si­che­ren glo­ba­len Nor­den. Dort tref­fen sie auf eine mit Sta­chel­draht und Mau­ern be­wehr­te Fes­tung Eu­ro­pa bzw. Nord­ame­ri­ka. Und falls sie es schaf­fen, die Ein­rei­se er­folg­reich zu über­ste­hen, wer­den sie von den lo­ka­len Ras­sis­t_in­nen und Na­tio­na­lis­t_in­nen an Stamm-​​ oder Schreib­ti­schen an­ge­fein­det, ver­folgt, ein­ge­sperrt oder er­mor­det.

Im Ex­port­welt­meis­ter-​ und Kri­sen­ge­win­ner­land Deutsch­land herrscht bis auf ei­ni­ge we­ni­ge Aus­nah­men (z.B. “M31” oder “Block­u­py”) To­ten­stil­le. Die ag­gres­si­ve Kri­sen­po­li­tik der Bun­des­re­gie­rung ruht immer noch auf einer so­li­den Basis aus Ge­werk­schaf­ten, die sich dem Stand­ort Deutsch­land so­zi­al­part­ner­schaft­lich ver­pflich­tet füh­len, einer Op­po­si­ti­on, die sich zwar um den „deut­schen Steu­er­zah­ler“ sorgt, von in­ter­na­tio­na­ler So­li­da­ri­tät aber noch nichts ge­hört hat, sowie na­tio­na­lis­ti­schen Res­sen­ti­ments in wei­ten Krei­sen der Be­völ­ke­rung.

…und dem Wi­der­stand

Wir wol­len mit der li­ber­tä­ren 1. Mai-​De­mons­tra­ti­on zu­min­dest kurz­fris­tig ver­su­chen, ge­mein­sam diese Stil­le zu stö­ren und die ver­schie­de­nen Kämp­fe, die wir füh­ren, sei es gegen Nazis und an­de­re Ras­sis­t_in­nen, gegen die au­to­ri­tä­re Kri­sen­po­li­tik, gegen ka­pi­ta­lis­ti­sche Stadt­um­struk­tu­rie­rung, gegen das Pa­tri­ar­chat und die He­te­ro­nor­ma­ti­vi­tät, für mehr au­to­no­me Räume oder für freie Bil­dung, sicht­bar ma­chen. Was uns eint ist die Ab­leh­nung des Ka­pi­ta­lis­mus, des Staa­tes und der Na­ti­on. Wir tre­ten alle auf un­se­re je ei­ge­ne Art für die Ab­schaf­fung jeg­li­cher Herr­schaft von Men­schen über Men­schen ein. Wir wol­len eine so­li­da­ri­sche, eman­zi­pa­to­ri­sche Ge­sell­schaft er­rei­chen, die keine Form von Dis­kri­mi­nie­rung, Aus­beu­tung und Un­ter­drü­ckung mehr kennt.

Wir for­dern weder „gute Ar­beit, si­che­re Rente“, noch ein „so­zia­les Eu­ro­pa“ (Motto des DGB zum 1. Mai 2013). Wir wol­len das schö­ne Leben für alle, na­tür­lich mit mög­lichst wenig Ar­beit für alle.

Der Ka­pi­ta­lis­mus mag zwar un­über­wind­lich – fast schon wie eine na­tur­ge­ge­be­ne Ord­nung – er­schei­nen, doch er ist es nur, weil eine an­de­re Or­ga­ni­sa­ti­on des Zu­sam­men­le­bens nicht mehr vor­stell­bar er­scheint. Er re­pro­du­ziert sich durch das Den­ken und Han­deln der Men­schen und kann des­halb durch diese auch wie­der ab­ge­schafft wer­den.

Ver­su­chen wir ge­mein­sam einen ers­ten Schritt hin zur Ab­schaf­fung des Ka­pi­ta­lis­mus. Am 1. Mai 2013 auf die Stra­ße zur li­ber­tä­ren De­mons­tra­ti­on:

Nie­der mit der Ar­beit – Nie­der mit dem Ka­pi­ta­lis­mus – Für die so­zia­le Re­vo­lu­ti­on!

Li­ber­tä­re 1. Mai-​De­mons­tra­ti­on | 12:30 Uhr | Stüh­lin­ger Kirch­platz/Wan­ner­stra­ße

Alle Infos: www.01MaiFreiburg.blogsport.de

]]>
http://kontrollverlust.blogsport.de/2013/04/13/aufruf-zur-libertaeren-1-mai-demonstration-in-freiburg/feed/
Demo in Mannheim: There is no alternative – Kapitalismus überwinden! http://kontrollverlust.blogsport.de/2012/11/13/demo-in-mannheim-there-is-no-alternative-kapitalismus-ueberwinden/ http://kontrollverlust.blogsport.de/2012/11/13/demo-in-mannheim-there-is-no-alternative-kapitalismus-ueberwinden/#comments Mon, 12 Nov 2012 22:08:08 +0000 Administrator Allgemein http://kontrollverlust.blogsport.de/2012/11/13/demo-in-mannheim-there-is-no-alternative-kapitalismus-ueberwinden/

There is no alternative – Kapitalismus überwinden!

Seit über 4 Jahren befindet sich die Weltwirtschaft in der schwersten Krise seit langem. Einhergehend mit einer massenhaften Verelendung, Arbeitslosigkeit und allgemeinen Verschärfung der Lebensbedingungen, spitzt sich diese auch in Europa – vor allem in Griechenland, Spanien und Portugal – immer weiter zu. Immer neue, schärfere und größere Sparprogramme und Rettungspakete sollen den Kapitalismus vor dem Zusammenbruch bewahren.

Das Drohszenario der Kredit- und Schuldenkrise dient der aus Europäischer Kommission, IWF und EZB bestehenden Troika zur Legitimation eines angeblich alternativlosen Spardiktats. Diese verordnete Sparsamkeit führt dazu, dass die „Sparsünder“ geradezu kaputtgespart werden. Die Folge sind massivste Einschnitte in Gesundheits- und Sozialsysteme, die die Menschen in Ländern wie Portugal, Italien, Griechenland und Spanien oftmals an den Rand ihrer Existenz drängen. Während in diesen Ländern immer wieder Widerstand in Form von Streiks und Massenprotesten gegen das EU-Krisenregime aufkommt, sieht die derzeitige Lage im „Exportweltmeisterland“ Deutschland, das bisher als Gewinner aus der Krise hervorgeht, ganz anders aus:

Die gegenüber anderen EU-Ländern aggressive Krisenpolitik der Bundesregierung ruht auf einer soliden Basis aus Gewerkschaften, die dem Standort Deutschland sozialpartnerschaftlich verbunden bleiben, einer Opposition, die sich herzergreifend um den „deutschen Steuerzahler“ sorgt, sowie nationalistischen Ressentiments in weiten Kreisen der Bevölkerung. Chauvinistische Parolen und Pauschalisierungen, wie bspw. die “griechische Regierung müsste endlich mal ‘ihre Hausaufgaben machen’” (Westerwelle) oder das Bild des „faulen Griechen“ (Bild-Zeitung), stoßen in weiten Teilen der deutschen Öffentlichkeit auf Zustimmung.

Zwar beteiligten sich hierzulande im vergangenen Jahr mehrere Tausend Menschen an antikapitalistischen Protesten wie dem europaweiten M31-Aktionstag oder auch Blockupy, doch von einem breiten Widerstand gegen das EU-Krisenregime in Deutschland kann bisher keine Rede sein. Während von der einen Seite nationalistische Stammtischparolen zu hören sind, beklagt man sich in linksliberalen Kreisen über die entfesselten Märkte und sehnt sich nach einem „gezähmten“ Kapitalismus. Mit Tobin-Steuer, Bankenverstaatlichung und einem soliden Sozialstaat soll der scheinbar vom rechten Wege abgekommene „Finanzmarktkapitalismus“ wieder in eine „produktive“, „schaffende“ soziale Marktwirtschaft überführt werden, von der angeblich alle profitieren würden.

Eine solche Kritik läuft Gefahr, letztlich mit moralischen Schuldzuweisungen Ressentiments zu bedienen. Verursacht wurde die aktuelle Krise jedoch nicht von spekulierenden Banken, Manager*innen oder den „Sozialschmarotzern“. Sie ist vielmehr ein immer wieder – mal mehr, mal weniger regelmäßig – auftretender fester Bestandteil des Kapitalismus.

Der Kapitalismus ist die einzige Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung, in der der Überfluss an Gütern ein Problem darstellt. Unverkäufliche Güter können zum Ruin ihrer Besitzer*innen führen und schlussendlich zu einer Überproduktionskrise. Gleichzeitig gibt es aber auch Menschen, denen es am Nötigsten fehlt und die nicht in der Lage sind, das einzige worüber sie verfügen – ihre Arbeitskraft – zu verkaufen.

Dies führt zu der absurden Situation, dass Lebensmittel, welche nicht verkauft werden können, auf der Müllhalde landen, während andernorts Menschen Hunger leiden. Oder dass zum Beispiel in Spanien neue Häuser gebaut wurden, die nun leer stehen, da sie sich niemand leisten kann; gleichzeitig steigt die Zahl obdachloser Menschen an.

Die Produktivkräfte (sprich, die Maschinen zur Produktion von Gütern) waren in der Menschheitsgeschichte noch nie so weit entwickelt wie heute. Es wäre durchaus möglich, in einer Welt, die weder Hunger und Krieg noch Leid oder andere existentielle Ängste kennt, zu leben. Dazu wäre es nur notwendig, die Produktion der Güter bedürfnisorientiert und vernünftig in die eigenen Hände zu nehmen. Der Kapitalismus ist aber weder das Eine noch das Andere, sondern Willkürherrschaft der Warenproduktion. Im Kapitalismus zählt nur die Verwertung des Wertes, sprich das Erwirtschaften von Profit, um diesen sogleich wieder zu reinvestieren, aber nie die Bedürfnisse aller Menschen.

Anstelle dieses kapitalistischen Überlebenskampfes und dem aus ihm erwachsenen Krisennationalismus setzen wir uns für eine antinationale Solidarität zwischen allen Menschen ein, die unter den Lasten des kapitalistischen Alltagswahnsinns leiden. Alternativlos für ein Ende des alltäglichen Elends sind für uns nicht Spardiktate oder Haushaltskonsolidierungen sondern einzig „Die Überwindung aller Verhältnisse, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist“ (Marx).

Wir setzen uns ein für eine Welt, in der die Menschen ihr Zusammenleben nicht mehr nach den Zwecken von Konkurrenz und Verwertung in nationalstaatlichen Grenzen ausrichten, sondern selbstbestimmt und solidarisch in freier Vereinbarung zusammenleben. Wir wollen darum keinen „besseren“, vermeintlich „sozialeren“ Kapitalismus, sondern gar keinen!

Wir sind uns bewusst, dass ein Umsturz der Verhältnisse in Europa und erst recht in Deutschland derzeit alles andere als greifbar scheint. Trotzdem, und gerade deswegen, wollen wir unsere Kritik am Bestehenden am 22. Dezember 2012 in Mannheim auf die Straße tragen und das EU-Krisenregime sowie den kapitalistischen Alltag zumindest punktuell delegitimieren.

Denn es gibt keine Alternative: Kapitalismus überwinden!
Für eine solidarische, herrschaftsfreie Gesellschaft!

Antikapitalistische Demo | 22. Dezember 2012 | 15 Uhr | Mannheim HBF

Alle Infos: esistdassystem.blogsport.de

]]>
http://kontrollverlust.blogsport.de/2012/11/13/demo-in-mannheim-there-is-no-alternative-kapitalismus-ueberwinden/feed/
„Breakthrough! Veranstaltungsreihe für eine Gesellschaft ohne Knäste“ in Freiburg http://kontrollverlust.blogsport.de/2012/06/01/breakthrough-veranstaltungsreihe-fuer-eine-gesellschaft-ohne-knaeste-in-freiburg/ http://kontrollverlust.blogsport.de/2012/06/01/breakthrough-veranstaltungsreihe-fuer-eine-gesellschaft-ohne-knaeste-in-freiburg/#comments Fri, 01 Jun 2012 11:09:25 +0000 Administrator Allgemein http://kontrollverlust.blogsport.de/2012/06/01/breakthrough-veranstaltungsreihe-fuer-eine-gesellschaft-ohne-knaeste-in-freiburg/ Von Juli bis Anfang August organisiert die Anarchistische Gruppe Freiburg eine Veranstaltungsreihe mit dem Ttel „Breakthrough! Für eine Gesellschaft ohne Knäste“. Mit Vorträgen, Seminaren und Diskussionen soll Knast-Kritik, die Ablehnung von Staat und Strafe mit einer gesamtgesellschaftliche Utopie verbunden werden und wieder ins Zentrum der politischen Aufmerksamkeit gerückt werden:

Noch in den frühen 70er Jahren war die Parole „Für eine Gesellschaft ohne Knäste!“ eine zentrale Forderung der (radikalen) Linken. Im Laufe der Zeit verschwand die grundsätzliche Kritik an Staat, Knast und Strafe und wurde durch die Forderung „Freiheit für alle politischen Gefangenen!“ ersetzt. Damit wird Stück für Stück von einer umfassenden Analyse gesellschaftlicher Konflikte und Verhältnisse Abschied genommen.

Wir finden, dass es an der Zeit ist, diese Konflikte wieder zu analysieren, zu benennen und somit wieder in das Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken. Staat, Knast und Strafe sind zentrale strukturelle Elemente, ohne die die Aufrechterhaltung der bestehenden Gesellschaftsordnung kaum vorstellbar wäre.

Vom 04. Juli bis zum 08. August 2012 findet in Freiburg die Veranstaltungsreihe „breakthrough! Für eine Gesellschaft ohne Knäste“ statt. Mit verschiedenen Vorträgen, Workshops und Diskussionen wollen wir dem Charakter der herrschenden Verhältnisse auf den Grund gehen, eine grundsätzliche Kritik an Knast und Strafe formulieren und der Frage nachgehen, wie eine Gesellschaft ohne Knäste aussehen könnte.

Alle Infos und Termine zur Veranstaltungsreihe finden sich auf: breakthrough.ag-freiburg.org

]]>
http://kontrollverlust.blogsport.de/2012/06/01/breakthrough-veranstaltungsreihe-fuer-eine-gesellschaft-ohne-knaeste-in-freiburg/feed/
Auf allen Ebenen, mit allen Mitteln: Naziaufmarsch am 1. Mai in Mannheim verhindern! http://kontrollverlust.blogsport.de/2012/04/18/auf-allen-ebenen-mit-allen-mitteln-naziaufmarsch-am-1-mai-in-mannheim-verhindern/ http://kontrollverlust.blogsport.de/2012/04/18/auf-allen-ebenen-mit-allen-mitteln-naziaufmarsch-am-1-mai-in-mannheim-verhindern/#comments Wed, 18 Apr 2012 14:06:18 +0000 Administrator Allgemein http://kontrollverlust.blogsport.de/2012/04/18/auf-allen-ebenen-mit-allen-mitteln-naziaufmarsch-am-1-mai-in-mannheim-verhindern/ Am 1. Mai ruft die NPD, unterstützt von so genannten „freien Kameradschaften“ zu einer Demonstration in Mannheim-Neckarau auf. Unter dem Motto „Raus aus dem Euro“ wollen sie ihre rassistische und nationalistische Ideologie der „Volksgemeinschaft“ propagieren. Antifaschistische Gruppen rufen zum Widerstand gegen den Naziaufmarsch auf.

Alles Lüge: Nazis machen auf antikapitalistisch

Der 1. Mai ist seit Ende des 19. Jahrhunderts der Kampftag der Unterdrückten und Ausgebeuteten auf der ganzen Welt. Zu diesem Anlass gehen Millionen Menschen gegen kapitalistische Zumutungen und für ein besseres Leben auf die Straße.

Auch die Nazis rufen an diesem Tag immer wieder zu Aufmärschen auf, dabei betonen sie die Einführung des 1. Mai als „Tag der deutschen Arbeit“ durch die NSDAP 1933. Dabei geben sie sich zwar „revolutionär“, doch stellen sie die grundlegenden Funktionsweisen dieser Gesellschaft keineswegs in Frage. Stattdessen versuchen sie, die unmenschlichen und zerstörerischen Auswirkungen der kapitalistischen Herrschaft mit ihrem Antisemitismus zu erklären. Während sie das deutsche Kapital als „der Volksgemeinschaft dienlich“ sehen, unterstellen sie dem internationalen Kapital wahlweise jüdisch oder amerikanisch gelenkt und somit „volksschädlich“ zu sein. Dass das Kapital, ob deutsch, amerikanisch oder sonstwoher immer nur auf seine Vermehrung abzielt, verstehen die Nazis nicht.

Dieser falsche, antisemitische Antikapitalismus ermöglichte ihnen die Arisierung jüdischer Unternehmen zugunsten deutscher Kapitalist_innen. In diesen Unternehmen konnte dann weiterhin ungestört Mehrwert aus den Arbeiter_innen gepresst und die Arbeitshetze im Laufe der Zeit mehr und mehr verschärft werden.

Die Ideologie der Nazis fordert heute wie gestern die totale Unterordnung von Gruppen und Individuen unter die deutsche „Volksgemeinschaft“. Freiheiten, Rechte und Interessen gehen dabei zwangsweise verloren. 1933 haben die Nazis alle Organisationen der Arbeiter_innenklasse zerschlagen, das Streikrecht und andere bürgerliche Freiheitsrechte abgeschafft. Das Modell der „Volksgemeinschaft“ ist nichts als ein rassistisches Ausschluss- und Hierarchisierungsprinzip, in dem nur Platz hat, wer den Vorstellungen der Nazis als nützlicher Deutscher entspricht. Angeblich Arbeitsunwillige wurden im NS-Regime als „Asoziale“ stigmatisiert und mussten Zwangsarbeit leisten, Behinderte zwangssterilisiert, Jüd_innen, Sinti, Roma, Homosexuelle und politische Gegner_innen wurden millionenfach enteignet und ermordet. Die Kriege der Nazis kosteten mehr als 60 Millionen Menschen das Leben und legten Europa in Schutt und Asche. Das einzige, was die Nazis von heute daran bedauern, ist ihre Niederlage.

Rassismus der Mitte

Sehen wir uns heutige Gesellschaftsstudien an, müssen wir feststellen, dass die faschistische Gefahr auch jetzt mitnichten gebannt ist. Vor allem die Angst vor “Fremden” und “Anderen” oder das Delegieren von Problemen an irgendwelche Obrigkeiten und Autoritäten sind mehrheitsfähige Positionen in der kapitalistischen Demokratie des Jahres 2012. Wenn solche Einstellungen in der Gesellschaft vertreten werden, dann finden sich auch Parteien, die entsprechende Wahlversprechen abgeben – wer hier nur an die NPD denkt, verkennt das rechte Potential anderer Parteien. Hier sei nur an die faktische Abschaffung des Asylrechtes 1993 erinnert, befördert durch rassistische Stimmungen und Ausschreitungen.

Für uns zeigt sich deshalb, dass es nicht ausreicht, diejenigen zu bekämpfen, die sich offen zum Na­tionalsozialismus bekennen. Vielmehr muss sich das gesellschaftliche Klima wandeln, in welchem Rassismus, Antisemitismus und Konkurrenzdenken gedeihen. Eine Gesellschaft, in der kapitalistische Produktionsweisen abgeschafft und Nationalstaaten überflüssig sind, ist letztlich die einzige Möglichkeit, faschistischem Denken den Nährboden zu entziehen.

Extremismusquatsch und Bekenntniszwänge

Wenn menschenfeindliche Positionen also durchaus mehrheitsfähig sind, ist es grundsätzlich falsch, die „Gefahren für die Demokratie“ an den angeblich äußeren Rändern der Gesellschaft zu verorten. Dass gerade die „Mitte“ der Gesellschaft von rassistischen Vorurteilen und Einstellungen geprägt ist und so ein rassistisches Klima hervorbringt, wird bis heute mit Hilfe der Extremismustheorie vernebelt. Als Nebelkerze dient das Hufeisenmodell: Die Enden des Hufeisens sollen dabei extremistische linke und rechte Ränder der Gesellschaft darstellen, die von einer „demokratischen Mitte“ abweichen und sie bedrohen. Rassistische und antisemitische Vorurteile, die sich durch alle gesellschaftlichen Schichten und politischen Lager ziehen, werden so gänzlich ausgeblendet.

Beispielhafter Ausdruck dieses Denkens ist die „Antiextremismuserklärung“, mit der linke und antifaschistische Projekte immer häufiger konfrontiert und dadurch in ihrer Arbeit eingeschränkt werden. Dass jedoch gerade diese Arbeit dringend auch in der Rhein-Neckar-Region gebraucht wird, zeigt ein Blick auf die lokalen Strukturen der Nazis.

Länderübergreifendes Netzwerk: NPD und Kameradschaften in der Rhein-Neckar-Region

Die Nazis verfügen zumindest in Mannheim weder über starke Strukturen noch über großen Rückhalt in der Bevölkerung. Für die Stadt zuständig ist der NPD-Kreisverband Rhein-Neckar. Dessen Vorsitzender Jan Jaeschke (Weinheim) übernahm den Posten 2011 von seinem Vorgänger Andreas Schäfer (Mannheim-Herzogenried), der sich nach antifaschistischen Protesten aus der Öffentlichkeit zurückzog und nur noch im Hintergrund für die Partei aktiv ist. Der NPDler Silvio Waldheim (Mannheim-Rheinau) bemüht sich, dem Kreisverband ein Gesicht zu geben, kandidiert (erfolglos) bei Wahlen und verfasst wirre Kommentare für die Partei-Website. Neu in der Truppe ist Sebastian Fluder (Ilvesheim), Vertrauter des Kreisvorsitzenden. Fluder fiel in den letzten Monaten durch die Anmeldung von NPD-Veranstaltungen in der ganzen Region auf. In Neckarau, dem Aufmarschort am ersten Mai, wohnt Frank Heimer, der sich „Brauchtumsbeauftragter“ der NPD nennt und bei Facebook mit den Worten: „dieses Jahr haben wir in Mannheim zu zeigen, das [sic!] es noch einen nationalen Sozialismus gibt“ aufruft.

Die NPD führte in Mannheim in den letzten Jahren lediglich kleine Aktivitäten, wie Flugblattaktionen und nicht-öffentliche Veranstaltungen an geheimen Orten durch.

Neben der NPD gibt es in Mannheim viele vereinzelte Nazis, die durch Pöbeleien und rassistische Übergriffe auffallen. Der Musiker Manuel Jakob (Mannheim-Luzenberg) ist Frontmann der Nazi-Band „Aufbruch“, die bundesweit und international Konzerte für die rechte Szene gibt. Der Tätowierer Marco Berlinghof, ein bekennender Nazi aus dem Raum Sinsheim, arbeitet seit einiger Zeit im „Magic Tattoo & Piercing“ Studio in E2,10. Die Nationalsozialistin Sabine Rasch (Mannheim-Käfertal) sorgte 2010 durch ihre Einträge in Internetforen bundesweit für Aufsehen, weil sie Fotos von selbstgebackenen Hakenkreuztorten und Anleitungen für die getarnte Unterwanderung von Elternbeiräten und Schüler_innenvertretungen weitergab.

Der Stadtteil Neckarau ist von den Nazis nicht zufällig als Aufmarschort für den 1. Mai gewählt worden. Hier wohnen einige Nazis, verteilen Flugblätter und kleben Aufkleber in der Nachbarschaft. Im Bistro Rheingold treffen sich regelmäßig Nazis zum Feiern, Grölen und Pöbeln. In scheinbar sicherer Entfernung zur Innenstadt versuchen sie politischen Einfluss zu gewinnen.

Ihre Gefährlichkeit stellten Nazis aus dem Kameradschaftsspektrum unter Beweis, als sie am 17.01.09 ein Bekleidungsgeschäft in der Mannheimer Innenstadt überfielen und verwüsteten. Die Angestellten konnten sich in letzter Sekunde vor den mit Ketten und Baseballschlägern bewaffneten Nazis in Sicherheit bringen. Am Überfall beteiligt waren vor allem auswärtige Nazis.

Auf der anderen Seite des Rheins ist die rechte Szene besser aufgestellt. In Ludwigshafen arbeiten NPD und Kameradschaften eng zusammen, überschneiden sich oft sogar personell. Das „Aktionsbüro Rhein-Neckar“, ein Neonazi-Netzwerk unter der Führung des Kameradschaftsfunktionärs Matthias Herrmann (ehemals Ludwigshafen, jetzt Hassloch), ist Ausgangspunkt der meisten Aktivitäten in dieser Region. Dazu zählen Aufmärsche, Schulungen, Propagandaaktionen, Jugendarbeit und Übergriffe auf Migrant_innen und politische Gegner_innen. Die sich überschneidenden Strukturen von „Aktionsbüro“ und NPD Rheinland-Pfalz sind auch für die geplante Demo am 1. Mai in Mannheim verantwortlich. Gegen diese anhaltenden Aktivitäten findet im April eine antifaschistische Kampagne des „Bündnis Ladenschluss“ unter dem Motto „Schöner Leben ohne Nazis“ in Ludwigshafen statt. Mannheimer Antifaschist_Innen beteiligen sich daran.

NPD in Mannheim bislang mit wenig Erfolg

Der letzte große Aufmarsch der NPD in der Mannheimer Innenstadt sollte 2001 stattfinden. Doch hunderte Antifaschist_innen verhinderten diesen erfolgreich. Im folgenden Jahr wichen die Nazis auf Ludwigshafen-Mundenheim und Mannheim-Seckenheim aus. Auch hier gab es massive Gegenproteste. Eine Kundgebung des NPD-Kreisverbandes Rhein-Neckar 2004 vor den US-Kasernen in Blumenau wurde zur Lachnummer, als die Nazis isoliert ihre Reden ohne Publikum abhielten und nach Angriffen von Anwohner_innen und Antifaschist_innen mit Blessuren und Blechschäden an ihren Autos die Heimreise antreten mussten. Ein bundesweiter Großaufmarsch wurde 2006 bereits im Vorfeld durch Gerichte verboten.

Seitdem haben sie sich nur noch heimlich nach Mannheim getraut, zu einer konspirativ organisierten Solidaritätsdemo für den Holocaustleugner Ernst Zündel 2006 oder im April 2008 unter Führung des „Aktionsbüro Rhein-Neckar“ zu einer Kundgebung am Paradeplatz.

Vorbild 2001: Lasst uns die Nazis blockieren!

Damit ist uns ein erster Erfolg bereits gelungen: Seit 2001 konnten die Nazis keine größeren Veranstaltungen in der Mannheimer Innenstadt durchführen und auch in diesem Jahr müssen sie in andere Stadtteile ausweichen. 2012 rufen wir wieder dazu auf, den Naziaufmarsch auf allen Ebenen und mit allen Mitteln zu verhindern. Unser Vorbild sind die antifaschistischen Aktionen vor elf Jahren. Damals gelang es den Mannheimer Antifaschist_innen einen Marsch der NPD zu stoppen. Während Militante an verschiedenen Orten Barrikaden errichteten, formierte sich auf der Route eine große Sitzblockade. Hunderte Antifaschist_innen aus den unterschiedlichsten politischen Spektren stellten sich gemeinsam und solidarisch den Nazis entgegen. Polizei und Ordnungsbehörden räumten der NPD nicht den Weg frei. Stattdessen tolerierten sie die Blockade und schickten die Nazis nach Hause.

Aufruf an die RNV und DB: Keine Sonderbahnen und -busse für Nazis!

Im Rahmen von NPD-Aufmärschen in den letzten Jahren haben Verkehrsbetriebe den Nazis häufiger Sonderbusse oder -bahnen zur sicheren An- oder Abreise zur Verfügung gestellt. Das ist ein Skandal! Wir finden es untragbar, dass Nazis zu solchen Anlässen immer wieder von öffentlichen Verkehrsbetrieben herumkutschiert werden. Wir fordern insbesondere die Rhein-Neckar-Verkehr GmbH und die Deutsche Bahn AG dazu auf, die Nazis bei ihren Propagandaaktionen nicht zu unterstützen.

Auf nach Mannheim! Auf in den Süden!

Kommt am 1. Mai nach Mannheim und verhindert mit vielen anderen Antifaschist_innen den Aufmarsch der Nazis! Lasst uns der NPD einen heißen Empfang bereiten. Macht Werbung bei euren Freund_innen, in der Schule, in der Uni, im Betrieb und in den Vereinen. Gemeinsam können wir es schaffen!

Treffpunkt für Antifaschist_innen

Gemeinsame Demonstration, 9 Uhr, Gewerkschaftshaus
Danach antifaschistische Aktionen im Mannheimer Süden

AK Antifa Mannheim, April 2012

]]>
http://kontrollverlust.blogsport.de/2012/04/18/auf-allen-ebenen-mit-allen-mitteln-naziaufmarsch-am-1-mai-in-mannheim-verhindern/feed/
Europäischer Aktionstag gegen den Kapitalismus / Busfahrt aus Freiburg http://kontrollverlust.blogsport.de/2012/02/12/europaeischer-aktionstag-gegen-den-kapitalismus/ http://kontrollverlust.blogsport.de/2012/02/12/europaeischer-aktionstag-gegen-den-kapitalismus/#comments Sun, 12 Feb 2012 00:53:22 +0000 Administrator Allgemein http://kontrollverlust.blogsport.de/2012/02/12/europaeischer-aktionstag-gegen-den-kapitalismus/ m31 banner
31. März 2012 | march31.net

Am 31. März 2012 findet ein eu­ro­pa­weiter Ak­ti­onstag gegen die herr­schende Kri­sen­po­litik der EU und für eine an den Be­dürf­nissen der Men­schen ori­en­tierte Ge­sell­schaft jen­seits von Ka­pi­ta­lismus und Na­tio­na­lismus statt.

Aus Freiburg & Offenburg wird es eine gemeinsame Anreise mit dem Bus geben. Die Tickets kosten 18€ bzw. 20€ (Soli) und sind hier erhältlich:

- Frei­burg: Jos Fritz Buch­hand­lung, Wil­helm­straße 15
- Frei­burg: In­fo­laden in der KTS, Basler Straße 103
- Frei­burg: In­fo­laden in der Gar­ten­straße 19
- Of­fen­burg: Alarm e.V., Lise-Meitner-Straße 10

Am 17. Oktober finden in Freiburg & Offenburg Infoveranstaltungen zum M31-Aktionstag statt, wo ebenfalls Bustickets erworben werden können.

Weitere Infos: www.m31.a-netz.org

Europa und die Europäische Union (EU) befinden sich im Ausnahmezustand. Seit Monaten spitzt sich die Kredit- und Schuldenkrise zu. Auf immer neuen Regierungskonferenzen werden Notprogramme beschlossen, um den Kapitalismus zu sanieren. Glaubt man Politik und Medien, drohen sonst Zusammenbruch, Rezession und neue Armut. Mit dieser Katastrophenrhetorik werden marktradikale Reformen durchgesetzt, die unsere Gesellschaft und unser Leben auf Jahrzehnte bestimmen – wenn wir uns nicht wehren. In den ersten Jahren der Krise hieß es, der Kapitalismus müsse gezügelt werden. Banken und Konzerne sollten einen Teil der Lasten tragen, die sie selbst mit verursacht hatten. Doch gerade passiert das genaue Gegenteil: Die EU, ihre Mitgliedsstaaten und Beitrittskandidaten setzen auf mehr “Wettbewerb” und einen brutalen Sparkurs, um das “Vertrauen” und die Profite der Privatwirtschaft zu sichern. Genau damit aber bestätigen sie die destruktive Logik des Kapitalismus. Kapitalismus heißt Krise und Ohnmacht, Armut inmitten von privatem Reichtum. Organisieren wir uns für eine bessere Gesellschaft!

Die Krise hat System

Die kapitalistische Globalisierung der vergangenen Jahrzehnte hat die Konkurrenz der Unternehmen und Standorten zugespitzt. Alle führenden Industriestaaten haben ihre Märkte umfassend dereguliert. Sie haben soziale Sicherheiten gestrichen, öffentliche Güter privatisiert, die Rechte von Lohnabhängigen beschnitten und soziale Kontrollen verschärft, im Interesse eines möglichst ungehinderten kapitalistischen Wachstums. Doch selbst in Europa, auf der Sonnenseite dieses weltweiten Systems, wird unser Leben von Jahr zu Jahr unsicherer, und die soziale Spaltung nimmt zu. In den sogenannten “aufstrebenden Märkten” herrscht ohnehin eine permanente soziale Krise: Enteignung und skrupellose Ausbeutung mit staatlicher Rückendeckung, für ein nationales Wachstum, das nur Privilegierten zu Gute kommt. Die neoliberale Transformation der vergangenen Jahrzehnte hat auch die Finanzmärkte überkochen lassen. Ob DotCom-Boom, Immobilienfonds oder Derivatehandel – seit Jahren platzen die Spekulationsblasen, auf jeden Boom folgt ein Einbruch. Schuld daran sind nicht die vermeintliche Gier und Korruption einer kleinen Elite, wie viele glauben. Schuld ist die alltägliche Profitlogik, der wir alle unterworfen sind, ob wir wollen oder nicht.

Das EU-Regime knacken

2011 ist die europäische Schulden- und Währungskrise eskaliert. Einige Staaten stehen vor dem Bankrott, und gefährden damit den Euro. Vordergründig haben diese Staaten “über ihre Verhältnisse gelebt”. In Wahrheit haben auch sie nur versucht, über Schulden kapitalistisches Wachstum anzustoßen. Sie taten was alle tun, nur weniger erfolgreich. Ihre Unterstützung durch die Europäische Zentralbank (EZB) und neue, milliardenschwere “Rettungsfonds” sind an rücksichtslose Auflagen gebunden. Eine europäische “Schuldenbremse” soll “die Märkte beruhigen”, natürlich zu Lasten von Lohnabhängigen, Erwerbslosen und Menschen in Ausbildung. Private Profite werden dagegen nicht angetastet. Ähnlich ergeht es den ost- und südosteuropäischen Beitrittskandidaten, die von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) zu umfassenden Kürzungen und Privatisierungsprogrammen genötigt werden. All das soll das krisenträchtige Wettbewerbsregime der EU schützen, und natürlich die Ansprüche der dominanten Ökonomien Kerneuropas: Die Regierungen Deutschlands und Frankreichs konnten ihre Interessen fast ungehindert durchsetzen, trotz eigener politischer Differenzen. Kein Zweifel, in vielen Ländern wurde heftig protestiert. Überall sind Basisinitiativen entstanden, um die eigene politische Ohnmacht zu überwinden. Doch bislang blieben selbst Massenstreiks erfolglos. Die großen nationalen Gewerkschaften stützten letztlich doch die Standortpolitik ihrer jeweiligen Staaten und forderten allenfalls soziale Trostpflaster. Es gab keine effektive gewerkschaftliche Solidarität über Landesgrenzen hinweg. Wenn sich daran etwas ändern soll, müssen wir selbst dafür sorgen.

Wir können das besser

Die europäische Krisenpolitik ist so spekulativ, wie es der Kapitalismus immer war. Denn schärferes Sparen gefährdet die ökonomische Stabilität genau so wie Wachstum auf Pump. Es gibt im Kapitalismus keinen sicheren Weg, nur permanentes Krisenmanagement. Sollen wir unser Leben dafür verschwenden? Besser wir kämpfen gemeinsam gegen das Diktat des Marktes, und organisieren uns endlich europaweit. Der Europäische Aktionstag am 31. März 2012 ist dafür ein erster Schritt. Gleichzeitige Demonstrationen in mehreren europäischen Staaten sind mehr als ein Zeichen antikapitalistischer Solidarität. Sie sind schon jetzt Teil einer europaweiten Diskussion und Vernetzung. Wir laden alle emanzipatorischen Initiativen ein, diesen Prozess mit zu gestalten. Wir müssen uns außerhalb der staatstragenden Institutionen organisieren, und einen langen Atem haben. Die Krise verläuft in unseren Ländern sehr unterschiedlich. Aber wir haben ein gemeinsames Ziel: Wir wollen den Kapitalismus nicht retten, sondern überwinden. Wir widersetzen uns nationaler Interessenpolitik und nationalistischer Krisenideologie. Der Kampf gegen den fortgesetzten Abbau sozialer Sicherheiten und Rechte ist wichtig, aber unsere Perspektive muss weiter sein. Wir müssen die fatalen Zwänge des Kapitalismus und seiner politischen Institutionen brechen. “Echte Demokratie”, wie sie in vielen Protesten gefordert wird, das geht nur ohne Kapitalismus!

Bundesweite Demonstration | 31. März 2012 | 14 Uhr | Hauptbahnhof, Frankfurt/Main
Infos: march31.net/de/demo

]]>
http://kontrollverlust.blogsport.de/2012/02/12/europaeischer-aktionstag-gegen-den-kapitalismus/feed/
Stadt Emmendingen verschickt Stadtverbote an Antifaschist_innen http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/10/21/stadt-emmendingen-verschickt-stadtverbote-an-antifaschist_innen/ http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/10/21/stadt-emmendingen-verschickt-stadtverbote-an-antifaschist_innen/#comments Fri, 21 Oct 2011 21:19:24 +0000 Administrator 22. Oktober 2011 http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/10/21/stadt-emmendingen-verschickt-stadtverbote-an-antifaschist_innen/ Die Stadt Emmendingen hat für den morgigen Tag ein Aufenthaltsverbot für den Innenstadtbereich gegen Antifaschist_innen aus Freiburg erlassen. Begründet wird dies mit §27a Absatz 2 PolG. Als weitere Begründung müssen die nach dem Zwischenfall in Riegel angespannte Lage zwischen Rechts und Links, die Eskalation während der spontanen Demonstration am 5. Oktober in Offenburg, sowie sowie „straffälliges Verhalten“ in der Vergangenheit herhalten.

„Gerade bei dem von Ihnen in der Vergangenheit gezeigten Verhalten besteht die Gefahr, dass es durch Ihre Anwesenheit am „Veranstaltungstag“ zu Eskalationen kommt oder sie möglicherweise, durch andere Personen angestachelt oder provoziert, erneut Ordnungswidrigkeiten oder gar Straftaten begehen, oder andere Personen provozieren, damit von diesen entsprechende Aktionen begangen werden.“

Für das Aufenthaltsverbot wurde Sofortvollzug angeordnet, d.h., dass ein Widerspruch keine aufschiebende Wirkung hätte. Im Falle eines Verstoßes gegen das Aufenthaltsverbot wird eine Ingewahrsamnahme angedroht.

Einige Genoss_innen haben erfolgreich die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung beim Verwaltungsgericht Freiburg beantragt. Wir empfehlen allen Betroffenen, wenn sie das nicht bereits getan haben, jetzt Widerspruch gegen das Aufenthaltsverbot einzulegen. Hierfür könnt ihr diesen Vordruck nehmen, unterschreiben, an die Stadt Emmendingen faxen und morgen in Emmendingen gegen die Nazis zu demonstrieren.

Falls ihr auch einen solchen Brief bekommen habt, meldet euch bitte (verschlüsselt) bei kontrollverlust[ät]riseup.net (PGP-Key) oder bei ea-freiburg[ät]linksunten.ch (PGP-Key).

]]>
http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/10/21/stadt-emmendingen-verschickt-stadtverbote-an-antifaschist_innen/feed/
Freiburg goes Emmendingen http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/10/18/freiburg-goes-emmendingen/ http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/10/18/freiburg-goes-emmendingen/#comments Tue, 18 Oct 2011 18:21:45 +0000 Administrator 22. Oktober 2011 http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/10/18/freiburg-goes-emmendingen/

Wie sich mittlerweile herumgesprochen haben dürfte, wollen Nazis aus der Region und darüber hinaus am Samstag, 22.10.2011 in Emmendingen unter dem Motto „Gegen linken Terror – Nationalen Sozialismus erkämpfen!“ aufmarschieren.

Dabei sind sowohl das Motto, als auch das gewählte Datum eine Provokation erster Güte: Am 22.10.1940 wurden alle badischen und saarpfälzischen Menschen jüdischen Glaubens nach Gurs deportiert, für die Meisten eine Zwischenstation auf dem Weg in die Vernichtungslager. Es gilt die Verhöhnung der Opfer der Shoa aktiv zu verhindern!

Außerdem ist das Motto „Gegen linke Hetze und Gewalt“ vor dem Hintergrund, dass am 1.10 in Riegel bei Emmendingen ein Antifaschist von einem regionalen Nazikader fast totgefahren wurde und dass Thomas Horst Baumann, besser bekannt als Bombenbauer aus Weil am Rhein als Redner der Nazis angekündigt wurde, ein Grund mehr, den Nazis einen Strich durch die Rechnung zu machen.

Auch wenn der Naziaufmarsch derzeit noch verboten ist (Stand: Dienstag, 18.10.) ist es sehr wahrscheinlich, dass die Nazis einen Aufmarsch in Emmendingen durchgeklagt bekommen. In Emmendingen hat sich mittlerweile das Bündnis „Emmendingen Nazifrei“ gegründet, das nach Kräften gegen den Aufmarsch mobilisiert.

Wir sind der Meinung, dass wir die Leute in Emmendingen nicht hängen lassen dürfen und fordern deshalb alle Leute in Freiburg auf, gemeinsam nach Emmendingen zu fahren und den Nazis den Tag zu versauen.

Zugtreffpunkt:
Freiburg Hauptbahnhof, Gleis 2
Treffpunkt 09:45 h, Abfahrt 10:03 h

Am Freitag findet eine gemeinsame Infoveranstaltung der „Antifaschistischen Linken Freiburg“ und des „Linksradikalen Bündnis Kontrollverlust“ zum Naziaufmarsch und den Gegenaktivitäten um 19:00 Uhr in der KTS (Basler Str. 103, 79100 Freiburg) statt. Haltet euch auf dem Laufenden!

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Antifaschistische Linke Freiburg
Linksradikales Bündnis Kontrollverlust

]]>
http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/10/18/freiburg-goes-emmendingen/feed/
Antifa ist Handarbeit. Naziaufmarsch am 22.10.2011 in Emmendingen verhindern! http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/10/07/antifa-ist-handarbeit-naziaufmarsch-am-22-10-2011-in-offenburg-verhindern/ http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/10/07/antifa-ist-handarbeit-naziaufmarsch-am-22-10-2011-in-offenburg-verhindern/#comments Fri, 07 Oct 2011 17:00:14 +0000 Administrator 22. Oktober 2011 http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/10/07/antifa-ist-handarbeit-naziaufmarsch-am-22-10-2011-in-offenburg-verhindern/ Die Nazis haben ihren Aufmarsch nach Emmendingen verlegt, es gibt eine gemeinsame Zugfahrt aus Freiburg (s. unten).

Am 22. Oktober 2011 wollen Neonazis aus dem Kameradschaftsspektrum und der sogenannten „freien Kräfte“ in Emmendingen aufmarschieren. Ebenfalls am 22. Oktober, allerdings vor 71 Jahren, wurden über 6500 Jüd_innen aus Baden und der Saarpfalz ins Konzentrationslager Gurs deportiert. Dass die Neonazis dieses Datum für ihren Aufmarsch nicht zufällig gewählt haben, daraus machen sie selbst in ihrem urprünglichen Aufruf für ihren Aufmarsch in Offenburg keinen Hehl:

„Die kühnste Behauptung war in diesem Zusammenhang, wir würden absichtlich am 70. Jahrestag, der Deportierung der badischen Juden ins Lager Gurs aufmarschieren – um zu provozieren!
Wir danken der Presse dafür, denn von nun an haben wir einen guten Grund, in jedem Jahr an genau diesem Datum einen Aufmarsch zu organisieren…“

Wir rufen dazu auf, den Naziaufmarsch am 22. Oktober in Emmendingen zum Desaster zu machen und schlussendlich zu verhindern. Darüber hinaus ist es für uns als autonomer und linksradikaler Zusammenschluss wichtig, sich nicht nur den Nazis in den Weg zu stellen, sondern auch eine grundsätzliche Kritik dieser Gesellschaft zu üben. Denn die Annahme, dass sich mit einem verhinderten Naziaufmarsch oder dem „Verschwinden der Nazis“ etwas Grundlegendes ändert, ist ein Irrweg und bleibt im Endeffekt reine Symptombekämpfung.
Antisemitismus, Nationalismus, Rassismus, Sexismus, Homophobie und viele andere Scheußlichkeiten sind fest in der bürgerlichen Gesellschaft verankert, weshalb wir uns gegen alle Formen von Herrschaft, Unterdrückung und Ausbeutung gleichermaßen richten müssen.

In diesem Sinne:
Antifa ist Handarbeit. Naziaufmarsch am 22. Oktober 2011 in Emmendingen zum Desaster machen!
Für die soziale Revolution!

Gemeinsame Zugfahrt aus Freiburg: 09:45 Uhr, Gleis 2 am Hauptbahnhof (Abfahrt: 10:03 Uhr, Ankunft: 10:13 Uhr)

]]>
http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/10/07/antifa-ist-handarbeit-naziaufmarsch-am-22-10-2011-in-offenburg-verhindern/feed/
Aufruf: Antifaschist von Nazi schwer verletzt! Enough is enough! http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/10/04/aufruf-antifaschist-von-nazi-schwer-verletzt-enough-is-enough/ http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/10/04/aufruf-antifaschist-von-nazi-schwer-verletzt-enough-is-enough/#comments Tue, 04 Oct 2011 19:10:03 +0000 Administrator Allgemein http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/10/04/aufruf-antifaschist-von-nazi-schwer-verletzt-enough-is-enough/ Am 1. Oktober 2011 wurde ein Antifaschist in Riegel im Landkreis Emmendingen von einem Offenburger Neonazi angefahren und hierbei schwer verletzt. Bei dem Täter handelt es sich um den überregional bekannten Offenburger Nazi Florian Stech. Der Antifaschist wurde in ein Freiburger Krankenhaus eingeliefert und muss seither auf der Intensivstation behandelt werden.

Um uns mit dem Antifaschisten zu solidarisieren und gleichzeitig ein entschlossenes Zeichen an die rechte Szene der Region zu senden, wird am Mittwoch, den 5. Oktober eine entschlossene Spontandemonstration in der Offenburger Innenstadt stattfinden.

Treffpunkt hierzu ist um 19.15 Uhr auf dem Parkplatz am Kirchplatz in Offenburg

Was war geschehen?

Im Rahmen der Mobilisierung neonazistischer Gruppen zu einem Aufmarsch am 22. Oktober 2011 in Offenburg, sollte am vergangenen Samstag eine Party im Großraum Emmendingen stattfinden. Diese sollte zur Finanzierung der Demonstration dienen. AntifaschistInnen beobachteten den Schleusungspunkt der Neonazis.

Der dort in seinem Fahrzeug wartende Florian Stech bemerkte die Antifaschisten und fuhr, offensichtlich mit der Absicht den in der Nähe von seinem Auto befindlichen Antifaschisten schwer zu verletzen, los. Der Antifaschist wurde von dem Auto erfasst, über den Wagen geschleudert und blieb regungslos liegen. Florian Stech nahm offensichtlich in Kauf, dass der Antifaschist hierbei ums Leben kommen könnte.

Der bekennende Faschist Stech war bereits im vergangenen Jahr der Anmelder eines Neonaziaufmarsches in Offenburg. Auch für den diesjährigen Aufmarsch am 22. Oktober ist er als Redner vorgesehen. Er gilt seit Jahren als bekannter Aktivist in der regionalen Naziszene.

Der Antifaschist musste während der Fahrt ins Krankenhaus in Narkose versetzt und künstlich beatmet werden. Die Untersuchungen ergaben, dass eine Blutung im Gehirn sowie mehrere Hämatome und Prellungen vorliegen. Der Antifaschist wird wohl noch mehrere Tage auf der Intensivstation zur Behandlung verbleiben müssen.

Enough is enough!

Der Vorfall vom vergangenen Samstag verdeutlicht erneut, dass die rechte Szene in Offenburg enorm gewaltbereit und gefährlich ist. Es ist ungemein wichtig, den Faschisten entschlossen und gemeinsam entgegenzutreten. Das Maß ist voll!

Jetzt erst recht ist es notwendig, faschistische Umtriebe in der Region konsequent zu bekämpfen. Zu sicher fühlen sich die Nazis in Offenburg, bedrohen und attackieren politische Feinde und Andersdenkende. Eine Stärkung der linken und antifaschistischen Kräfte in der Stadt ist dringend notwendig, denn es gibt alle Hände voll zu tun.

Solidarity now!

Um uns mit dem Antifaschisten zu solidarisieren und gleichzeitig ein entschlossenes Zeichen an die rechte Szene der Region zu senden, wird am Mittwoch, den 5. Oktober eine entschlossene Spontandemonstration in der Offenburger Innenstadt stattfinden.

Treffpunkt hierzu ist um 19.15 Uhr auf dem Parkplatz am Kirchplatz in Offenburg (bei der Evangelischen Kirche). Kommt pünktlich und zahlreich!

Wir werden nicht zulassen, dass sich Nazis weiter in Offenburg breitmachen! Wir werden keine weitere faschistische Aktion mehr hinnehmen! Und wir werden nicht zulassen, dass Nazis in Offenburg aufmarschieren!

Maria Vanzetti, Sprecherin des Organisationskomitees der Kampagne „Enough is enough“ meint zu der Mobilisierung noch: „Wenn es doch einige Termine jetzt im Oktober in Offenburg gibt, so ist dieser Eine doch ganz besonders. Einerseits ist es dringend notwenig ein solidarisches Zeichen an die Öffentlichkeit zu setzen. Wir lassen engagierte Antifaschisten nicht allein! Aber: An diesem Mittwoch müssen wir der immer gewalttätiger und aktionistisch werdenden rechten Szene in und um Offenburg einen Denkzettel verpassen. Viel zu lange wurde ihnen zu wenig Widerstand entgegengesetzt. Doch das wird sich ändern!“

Kommt alle!

Zugtreffpunkt aus Freiburg:
17:45 Uhr, Gleis 2 (Abfahrt: 18:03 Uhr)

]]>
http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/10/04/aufruf-antifaschist-von-nazi-schwer-verletzt-enough-is-enough/feed/
Aufruf zur Demo: Antisemitismus – Patriarchat – Kapitalismus – WHAT THE FUCK?! http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/08/16/aufruf-zur-demo-antisemitismus-patriarchat-kapitalismus-what-the-fuck/ http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/08/16/aufruf-zur-demo-antisemitismus-patriarchat-kapitalismus-what-the-fuck/#comments Tue, 16 Aug 2011 08:56:25 +0000 Administrator Allgemein http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/08/16/aufruf-zur-demo-antisemitismus-patriarchat-kapitalismus-what-the-fuck/ Kurzaufruf zur Demonstration am 23.09.2011 anlässlich des Papstbesuches in Freiburg

Am 24. und 25. September 2011 kommt Joseph Ratzinger, bekannt als Papst Benedikt XVI, nach Freiburg. Wir nehmen dies zum Anlass, unsere grundsätzliche Kritik an Religion, Kirche und den gesellschaftlichen Verhältnissen zu äußern.

Seit Jahrhunderten propagiert die katholische Kirche eine zutiefst reaktionäre wie restriktive Sexualmoral, stigmatisiert alle, die nicht einem konservativen sowie heterosexuellen Familienbild entsprechen, als Sünder_innen, und nimmt Menschen mit dem Verbot von Verhütung und Schwangerschaftsabbruch die Möglichkeit auf ein selbstbestimmtes Leben.

Unter der Führung von Ratzinger kam es zudem zu einem Aufleben des katholischen Antijudaismus, der sich unter anderem in der Wiederaufnahme der Bischöfe der klerikal-faschistischen Piusbruderschaft samt des Holocaustleugners Williamson in die katholische Kirche äußert.

Dass eine solche Ideologie im Rahmen eines Großevents von Zehntausenden abgefeiert, von Presse intensivst beworben, sowie von der Stadt mit Millionen Euro gefördert wird, ist erschreckend, aber nicht weiter verwunderlich.

Antisemitismus, Patriarchat und Obrigkeitshörigkeit sind nicht allein kirchliche Probleme, sondern Alltag auch im Kapitalismus, wie sie sich ganz konkret in konservativer Familienpolitik oder dem restriktiven Abtreibungsgesetz in Deutschland äußern. Religion beinhaltet für ihre Gläubigen ein „himmlisches“ Emanzipationsversprechen von diesem weltlichen Elend. Gleichzeitig ist sie jedoch nichts anderes als der Ausdruck eben jenes Elends und reproduziert – teilweise verschärft – Unmündigkeit und Unterdrückung im kapitalistischen Alltag.

Wir wollen deshalb nicht bei der Kritik der Religion stehenbleiben, sondern alle Verhältnisse, aus denen Herrschaft resultiert, aufheben.

Antisemitismus – Patriarchat – Kapitalismus – WHAT THE FUCK?! Für die befreite Gesellschaft!

Demo | Freitag, 23.09.2011 | 18:30 Uhr | Siegesdenkmal, Freiburg

Achtet auf Ankündigungen: wtffr.blogsport.eu!

]]>
http://kontrollverlust.blogsport.de/2011/08/16/aufruf-zur-demo-antisemitismus-patriarchat-kapitalismus-what-the-fuck/feed/